ifo-Studie: Innovationen
der Industrie rückläufig
Reglementierung und Bürokratie
behindern den Fortschritt
04.02.03 - ne-na - Die Wettbewerbsstärke einer
Industrie basiert vor allem auf ihrer Fähigkeit zur Qualitätsproduktion
und zur innovativen Produktdifferenzierung. Die für die
Durchführung von Innovationsprozessen erforderliche Beschaffung
von techno- logischem Wissen ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor,
um neue Nachfragepotentiale bedienen und wegbrechende Marktpotentiale
ersetzen zu können. Die Analyse der Innovationsaktivitäten
der Unternehmen ist somit von zentraler Bedeutung bei der Beurteilung
und für die Stärkung der Innovationsposition einer
Wirtschaft. Im Zeitraum 1997 bis 2000 veränderte sich
der Innovatorenanteil in der deutschen Industrie nur geringfügig.
Knapp 60 Prozent der Industrieunternehmen
führten jährlich im Beobachtungszeitraum Produkt- und/oder
Prozessinnovationen durch. Bezogen auf den Anteil der in der
Industrie tätigen Personen betrug die Quote rund 75 Prozent.
Ein merklicher Rückgang
der Innovationsaktivitäten war erstmals im Jahr 2001 festzustellen.
Gemessen an der Zahl der Unternehmen fiel der Innovatorenanteil
um über 4 Prozentpunkte auf rund 54 Prozent. Dieser Trend
verlangsamte sich, setzte sich aber im Jahr 2002 fort: Der Innovatorenanteil
sank auf 53 Prozent. Während der Anteilsrückgang zwischen
2000 und 2001 insbesondere auf die geringere Innovationsaktivitäten
der kleinen und mittleren Unternehmen zurückzuführen
war, ist für den leichten Rückgang im vergangenen Jahr
vor allem das Innovationsverhalten der Unternehmen mit 500 und
mehr Beschäftigten ursächlich. Bei Großunternehmen
(1 000 und mehr Beschäftigte) nahm der Innovatorenanteil
um rund sechs Prozentpunkte und bei Unternehmen mit 500 bis 999
Beschäftigten um rund vier Prozentpunkte ab, berichtet
das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (ifo).
Dabei ist technologisches Wissen durchaus käuflich. Unternehmen,
die ausschließlich auf firmeninternes Know-how setzen,
sind weitaus weniger flexibel und innovativ als diejenigen, die
sich gezielt neue Impulse von außen holen. Ein eingekaufter
IT-Dienstleister mit seinem speziellen Wissen arbeitet in der
Regel kostengünstiger und effektiver als interne Abteilungen
mit ihrem begrenztem Know-how und Innovationspotenzial. Den oder
die passenden Spezialisten zur Unterstützung der Innovationsprozesse
im Unternehmen zu finden, ist gar nicht so schwer. Firmen wie
z.B. Harvey Nash verfügen über einen exzellenten Pool
an Wissen, Einzelspezialisten und ganzen Teams für die Entwicklung
innovativer Produkte und Ideen für den IT- und Technologiesektor.
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