Keine Deflationsgefahr in
Deutschland
Stellungnahme des Bankenverbandes
26.06.03 - - Deutschland
steht nicht vor einer Deflation, erklärte Dr. Manfred Weber,
Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstandes des
Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), angesichts der jüngsten
Diskussion über die Geldwertstabilität in Deutschland.
Ein sinkendes Preisniveau allein reiche noch nicht aus, die negativen
realwirtschaftlichen Auswirkungen einer Deflation tatsächlich
hervorzurufen.
Hinzu komme, dass Deutschland
als Teil der EWU durch die Wirkung des internationalen Preiszusammenhangs
gewissermassen gegen einen anhaltenden Rückgang des Preisniveaus
geschützt sei. "Deutsche Unternehmen werden bei sinkenden
Preisen wettbewerbsfähiger, was zu einer Belebung der Nachfrage
führen würde", so Weber weiter. "Eine Deflation
in Teilbereichen eines Währungsgebietes - wie der EWU -
ist deshalb höchst unwahrscheinlich."
Ein stabiler Geldwert sei
eine unverzichtbare Voraussetzung und ein wertvoller Aktivposten
für eine solide Wirtschaftspolitik. "Mit einer Preissteigerungsrate,
die in Deutschland gegenwärtig unter 1 Prozent liegt, könnten
die Bedingungen für die notwendige Reformpolitik von monetärer
Seite nicht günstiger sein", unterstreicht Weber die
derzeitige Chance für eine schnelle und konsequente Umsetzung
der Reformen.
In einer neuen Broschüre
des Bankenverbandes mit dem Titel "Deutschland steht nicht
vor einer Deflation" aus der Reihe "Argumente zum Finanzmarkt"
wird die aktuelle Entwicklung eingehend analysiert. Die Publikation
kann hier im Internet heruntergeladen werden (pdf-Dokument) oder als Druckfassung
bestellt werden.
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