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Konsumzurückhaltung
schwindet nur zögerlich
uvn - 29.01.04 - - - Die
Verunsicherung bei den Verbrauchern hält bisher unverändert
an, so der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
(BVR) in seinem jüngsten Konjunkturbericht. In den nächsten
Monaten werde sich die Konsumzurückhaltung allmählich
verringern, so dass der private Konsum in diesem Jahr erkennbar
um 1,2 Prozent zulegen werde. Erstmals seit 2001 werde er mit
0,7 Prozentpunkten wieder einen spürbaren Beitrag zum Wachstum
des realen Bruttoinlands- produktes leisten. Für den Einzelhandel
bedeute dies nur ein schwaches reales Umsatzplus.Erst allmählich
werde den Verbrauchern bewusst, welche Vielzahl an Vorschriften
sich zum Jahresanfang geändert habe und wie sich dies auf
ihr Einkommen auswirke. Deshalb gäben sie ihr Geld weiterhin
nur zögerlich aus. Der Steuerentlastung stünden nicht
nur eine Reihe von gestrichenen oder gekürzten Steuervergünstigungen
gegenüber, sondern auch zahlreiche weitere finanzielle Belastungen
durch die Sozialversicherungssysteme. Das unsichere Ausmaß
der Entlastungen der Privathaushalte und der unsichere konjunkturelle
Aufschwung, der bereits für das vergangene Jahr prognostiziert
worden war, lasse die Verbraucher zunächst noch zurückhaltend
agieren. Nicht zuletzt durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt
bleibe deshalb der private Konsum in diesem Jahr eine schwer
einzuschätzende und damit unsichere Größe. Für
die Nachhaltigkeit des begonnenen Aufschwungs spiele es jedoch
eine entscheidende Rolle, ob die Binnennachfrage spürbar
anspringt.
Die Ersparnis der privaten
Haushalte, die sich aus dem verfügbaren Einkommen und dem
privaten Konsum berechne, erhöhe sich dadurch in diesem
Jahr um rund 2 Milliarden Euro. Der wachsende Bedarf an privater
Altersvorsorge dringe immer mehr in das Bewusstsein der Verbraucher
vor. Aber auch die weiter unsichere Arbeitsmarktsituation in
Verbindung mit der restriktiveren Leistung von Sozialtransfers
sowie der gestiegene Finanzbedarf bei Verbrauchern, die den Erwerb
einer Immobilie planten, fördere das Sparverhalten. Dennoch
werde sich die Sparquote in diesem Jahr kaum verändern,
sie verharre mit knapp 11 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.
Für den Einzelhandel
und insbesondere die vielen in diesem Bereich durch Insolvenz
bedrohten kleinen Unternehmen sei durch die prognostizierte schwache
Dynamik zwar eine Besserung in Sicht, aber ein Grund für
ausgesprochenen Optimismus bestehe noch nicht.
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