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Die Entscheidung, ob man eine
Brownfield oder Greenfield-Lösung für ein Engagement
in Russland wähle, soll man von der Zeit abhängig machen,
die zur Verfügung stehe, um die Gewinnzone zu erreichen.
In der Regel seien Brownfield-Investitionen beratungsintensiver,
aber schneller umzusetzen, meinte er.
Der stellvertretende Chefredakteur
der russischen Zeitschrift "Mergers & Acquisitions",
Dimitrij Putilin, beschrieb die beachtlichen Unternehmensentwicklungen
im russischen M&A-Markt. Der M&A-Anteil lag im Jahr 2004
bei vier Prozent und 2005 bei 4,4 Prozent. In Europa lag die
Quote bei sechs Prozent, in den USA bei sieben Prozent, führte
Putilin weiter aus. Der russische Markt sei zwar auf einem guten
Wert und in Osteuropa führend, aber im Vergleich zu Europa
und USA noch nicht ausreichend. Probleme machte er besonders
bei der Übertragung von Eigentumsrechten fest. Hier
müsse das Gesetz angepasst werden, um die Prozesse zu beschleunigen.
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Kritisch bemerkte er, dass bis
jetzt nur wenige Branchen am Markt für Fusionen und Übernahmen
teilgenommen hätten. 2005 habe es keine Abschlüsse
im Banken- und Energiesektor gegeben. |
Einige Geschäftsabschlüsse
in 2006 stimmten bereits optimistisch, dass sich mehr Branchen
an Übernahmen beteiligten. Besonders die Nahrungsmittelindustrie,
der Handel und auch der Bankensektor würden beginnen, durch
Übernahmen ihre Strukturen zu verbessern. Als entscheidend
für die positive Entwicklung im Bankenbereich nannte Putilin
die WTO-Verhandlungen. Kritisch beurteilte er die Übergänge
von Privateigentum in Staatseigentum. Der Anteil grenzüberschreitender
Übernahmen sei ebenfalls noch nicht groß genug. Bei
grenzüberschreitenden Geschäften erwarte man jedoch
in den nächsten Jahren einen deutlichen Anstieg. Schon heute
würden immer mehr russische Unternehmen im Ausland Geschäfte
abwickeln, allerdings unter schwierigen Zoll- und Exportbedingungen,
da Russland noch kein WTO-Mitglied ist.
Putilin verwies auch auf die
Risiken in Russland. "Jedes Großgeschäft erfordert
eine Abstimmung mit den Behörden", sagte er. "Es
geht nicht nur um Genehmigungsverfahren, sondern wir möchten
sie auch kennen lernen, wenn wir mit Ihnen Geschäfte machen",
sagte der Redakteur. Es gäbe Schlüsselpersönlichkeiten
und deren Bekanntschaft sei keine Frage der Korruption, sondern
eine Mentalitätsfrage, führte der russische M&A-Experte
aus. Konflikte ergäben sich immer wieder aus gefälschten
Gerichtsentscheidungen. Besonders bei Übernahmen würde
oft mit gefälschten Unterlagen agiert, stellte er fest.
Allerdings könne man positive Entwicklungen in der russischen
Gesetzgebung festmachen, die mit einer strengeren Strafverfolgung
versuche, dieses Geschäftsgebaren zu bekämpfen.
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