Lufthansa zieht die Kostenbremse
Konjunkturkrise bringt
Einstellungsstopp + Kapazitätsabbau
19.01.03 - - Als Konsequenz
aus der sich weiter verschlechternden Konjunktur hat der Lufthansa
Konzernvorstand heute einschneidende Maßnahmen beschlossen.
Dazu gehören ein sofortiger Einstellungsstopp sowie eine
Kapazitätsreduzierung um weitere zehn Flugzeuge im Deutschland-
und Europaverkehr. Bereits im Januar hatte Lufthansa entschieden,
neun Flugzeuge aus dem Markt zu nehmen. Nach jetzigen Planungen
werden in den kommenden Wochen insgesamt 31 Flugzeuge der Lufthansa
AG und 15 weitere der Lufthansa CityLine und der Regionalpartner
freigestellt sein.
Der Vorstand hat zudem
alle Geschäftsfelder beauftragt, umgehend konkrete Maßnahmenpläne
zur Ergebnissicherung vorzulegen. Noch in diesem Jahr soll mit
einer ergänzenden D-Check-Initiative "Cash 100"
ein zusätzlicher Cashflow von mindestens 90 Millionen Euro
erzielt werden. Darüber hinaus wurden Kürzungen bei
Investitionen um 200 Millionen Euro beschlossen. Der Einstellungsstopp
im Konzern wird ab sofort umgesetzt.
Die fortdauernde schlechte
Wirtschaftslage und die Krise im Weltluftverkehr haben die wirtschaftliche
Entwicklung des Konzerns massiv beeinträchtigt. "Der
seit Herbst letzten Jahres zu verzeichnende Rückgang der
Geschäftsreisenden und der Durchschnittserlöse in der
Passage haben sich zu Beginn des neuen Jahres weiter verschärft:
Trotz geringfügig höherer Passagierzahlen liegen die
Erlöse im Januar 2003 unter denen des Vorjahresmonats. Zudem
hat der Rohölpreis neue Höchststände erreicht.
Es besteht dringender Handlungsbedarf", sagt Lufthansa Vorstandsvorsitzender
Jürgen Weber. "Damit ist das Ende dieser Entwicklung
möglicherweise aber noch nicht erreicht", warnt Jürgen
Weber. "Ein Krieg im Irak würde unser Passagieraufkommen
- und damit auch die Erlöse - weiter schrumpfen lassen.
Das macht dann harte und schnell umzusetzende zusätzliche
Maßnahmen erforderlich", so Weber.
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