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Mittelstand nur zu 2 Prozent
im Fokus der Regierung
(1.2.02 - ots) - Die mittelstandspolitischen Passagen
im Jahreswirtschaftsbericht 2002 machen nicht einmal 2 % des
Dokuments aus und sind offensichtlich eine reine Pflichtübung.
Obwohl kleine und mittlere Unternehmen die tragende Säule
der deutschen Wirtschaft sind, waren die Belange des Mittelstandes
der rot-grünen Koalition gerade einmal 2 1/2 von insgesamt
135 Seiten wert.
Die katastrophalen Auswirkungen
von 3 Jahren rot-grüner Politik werden vertuscht und verdrängt.
Kein Wort von den verheerenden Auswirkungen der Ökosteuer,
den gestiegenen Lohnnebenkosten oder der Ungleichbehandlung des
Mittelstandes bei der Steuerreform. Kein Wort von immer mehr
Regulierung und Bürokratie durch das 325-Euro-Gesetz, das
Gesetz zur Scheinselbständigkeit, das Betriebsverfassungsgesetz
oder den Rechtsanspruch auf Teilzeit. Und der Gipfel: die von
der Bundesregierung durchgesetzte Steuerbefreiung von Veräußerungsgewinnen
zwischen Kapitalgesellschaften, die die Körperschaftssteuer
für Konzerne praktisch abgeschafft hat und von diesen mit
zehntausenden Entlassungen quittiert wurde, wird als Verbesserung
der Rahmenbedingungen für den Mittelstand gefeiert.
Ohne Skrupel feiert Rot-Grün
dabei einige Verbesserungen für mittelständische Unternehmen,
die eigentlich von der CDU und CSU im Gesetzgebungsverfahren
gegen härtesten Widerstand von SPD und Grünen durchgesetzt
wurden, jetzt plötzlich als eigenes Verdienst. So die Einführung
einer steuerfreien Reinvestitionsrücklage, die Wiedereinführung
des Mitunternehmererlasses, die Erhaltung der Ansparabschreibung
oder der "halbe Steuersatz" bei Betriebsübertragungen
und -veräußerungen.
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