Ohne Vertrauen in die Wirtschaftspolitik
rückt der Aufschwung in weite Ferne!

27.01.03 - - "Die Aussichten auf eine rasche wirtschaftliche Erholung in Deutschland sind gering. Das Wachstum wird in 2003 höchstens ein Prozent betragen, wobei bis zur Jahresmitte nur mit Stagnation zu rechnen ist." Dies erklärte Michael Rogowski, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der Veröffentlichung des neuesten BDI-Konjunktur- Reports. "Die Zukunft der Konjunktur in Deutschland hängt weiter am seidenen Faden der Weltwirtschaft und damit der US-Konjunktur. Wie heftig ein möglicher Irak-Krieg die deutsche Konjunktur erschüttern würde, lässt sich schwer abschätzen", so Rogowski.

"Sollte der Euro weiter und dauerhaft aufwerten, kämen die deutschen Exporte unter massiven Druck. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Anbieter auf den Auslandsmärkten hat in den vergangenen Monaten bereits stark gelitten. Marktanteile konnten nur durch Preiszugeständnisse, die bis an die Grenze des Erträglichen gingen, gehalten werden. Wenn diese Entwicklung anhält, bekäme die dringend notwendige Investitionskonjunktur einen erneuten Dämpfer", so der BDI-Präsident.

"Die hohen Exportrisiken sind umso gravierender, als von der Binnenkonjunktur weiter keine nennenswerten Impulse ausgehen. Infolge des fiskalisch bedingten Kaufkraftentzugs verschlechtert sich die finanzielle Lage der privaten Haushalte fühlbar.

weiter