![]() Fast 150.000 Anmeldungen im Jahr 2000 (pte, 19. Jul 2001) - Beim Europäischen Patentamt (EPA) ist im Jahr 2000 eine Rekordanzahl an Anmeldungen eingetroffen. Wie die Institution heute, Donnerstag, in einer Aussendung mitteilte, sind 142.940 Anträge eingetroffen. Dies entspricht gegenüber 1999 einem Wachstum von mehr als 16 Prozent. Laut EPA hat sich das Anmeldevolumen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 49,4 Prozent der Anträge wurden von den 20 Mitgliedsstaaten der Europäischen Patentorganisation (EPO) eingereicht. Aus den USA und Japan stammen 28 bzw. 17 Prozent der Anmeldungen. Im November des Vorjahres hat die Türkei das Europäische Patentübereinkommen (EPÜ) unterzeichnet und ist damit zum EPO-Mitglied geworden. In Europa bemühten sich deutsche Erfinder mit 20 Prozent aller Anträge am meisten um Patenterteilungen, gefolgt von Frankreich (6,7 Prozent) und den Niederlanden (4,4 Prozent), die Großbritannien laut EPA erstmals übertroffen haben. Österreich brachte 809 Anträge (0,8 Prozent) ein; im Jahr davor waren es 794 Anmeldungen. Die Schweiz hat die Anzahl um 348 auf 3561 (3,55 Prozent) erhöht. Mit knapp 9,3 Prozent der Anmeldungen ist der Telekommunikationsbereich am stärksten vertreten und hat damit den vormaligen Leader Medizintechnik (8,8 Prozent) auf die Plätze verwiesen. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die Computertechnik mit 28 Prozent, gefolgt von der Biochemie und Genetik mit 23,4 Prozent. Wie EPA-Pressesprecher Rainer Osterwalder gegenüber pressetext.austria erklärte, gehe die "Steigerung im heurigen Jahr im selben Maß wie 2000 weiter." Das EPA erwarte daher 2001 rund 160.000 Anmeldungen, wobei konkrete Zahlen für das erste Halbjahr noch nicht vorliegen würden. Bei den regionalen Tendenzen gebe es keine Verschiebungen, aus Europa kämen nach wie vor rund die Hälfte aller Anträge. |
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