Schwieriges Marktumfeld für
Freiberufler
Vor allem Softwaredienstleister
kämpfen mit der Krise
17.10.02 - pte -- Die lahmende Konjunktur trifft
nicht nur große Konzerne, sondern vor allem kleine Unternehmen
und Freiberufler. Diese bangen angesichts der Krise auf dem Projektmarkt
häufig um ihre Existenz. Wie eine Umfrage der Hamburger
projektwerk unter
7.000 Freiberuflern und Kleinunternehmen ergab, hat sich die
wirtschaftliche Situation bei fast der Hälfte der Befragten
im vergangenen Jahr verschlechtert. Besonders betroffen sind
dabei die Dienstleister aus den Bereichen Softwareentwicklung
und Consulting.
Die Hauptgründe für
die verschlechterte Auftragslage sehen die Befragten in der reduzierten
Anzahl von Projekten, im Verschieben bereits geplanter Vorhaben
und darin, dass die Kunden Projekte lieber mit eigenen Mitarbeitern
umsetzen. Unterschiede ergeben sich bei den verschiedenen Geschäftsfeldern
der Befragten: So habe sich die wirtschaftliche Situation der
Dienstleister aus den Bereichen Softwareentwicklung und Consulting
im Vergleich zu Multimedia- und Designanbietern überdurchschnittlich
häufig verschlechtert, heißt es in der Studie.
"Die unbestritten
schwierige Situation führt auch hier zu einer notwendigen
Marktbereinigung", sagt Uta Blankenfeld von projektwerk.
"Während in den goldenen Zeiten der New Economy kaum
jemand Schwierigkeiten bei der Akquisition hatte, ist heute Qualität
gefragt." Und diese habe noch immer ihren Preis, wie ein
Blick auf die Honorare zeige: Die meisten Befragten gaben in
der Untersuchung an, dass sich ihre Honorare nicht verändert
hätten. Bei den Freelancern halten sich Anbieter mit erhöhten
und gesenkten Stundensätzen die Waage, bei den Unternehmen
überwiegen sogar diejenigen mit gesteigerten Preisen. Die
Hamburger projektwerk GmbH betreibt seit 1999 eine Ausschreibungsplattform,
auf der Firmen die geeigneten Dienstleister für ihre Projekte
finden. Auf der Münchner Sytems 2002 ist das Unternehmen
mit einem eigenen "Freiberufler- Beratungs-Centrum"
vertreten.
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