So startet Deutschland in
das Jahr 2003
Zu teure Arbeit - zu viel
Beschwerden - zu geringe Gewinne
5.1.03 - -- Deutsche Dienstleister hinken ihren europäischen
Nachbarn hinterher. Bei den Arbeitskosten, bei Beschwerden und
beim Gewinn gehört Deutschland zu den Schlusslichtern.
Britische Arbeitnehmer
erwirtschaften zum Beispiel einen fast dreimal so hohen Gewinn
wie ihre deutschen Kollegen. Die Deutschen sind nur bei Beschwerden
führend: Nirgendwo werden so viele Aufträge bemängelt
wie im Land des Made in Germany". Zu diesem Ergebnis
kommt die Studie Managementkompass Kosteneffizienz
von Mummert Consulting, dem F.A.Z.-Institut und dem manager magazin.
Verglichen wurden die jeweils effizientesten Dienstleister aus
fünf Staaten - Spanien, Italien, Großbritannien, Österreich
und Deutschland.
Kosteneffizienz wird anhand
von Kennzahlen gemessen. Eine wichtige ist der Umsatz je Beschäftigter.
Bei den Dienstleistern, die zu den effizientesten 25 Prozent
ihrer Branche in Deutschland zählen, sorgt jeder Beschäftigte
im Schnitt für einen Umsatz von 117.000 Euro pro Jahr. Damit
landen die deutschen Unternehmen weit abgeschlagen auf dem letzten
Platz. Zum Vergleich:
- 200.000 Euro in Spanien
und Großbritannien
- 192.000 Euro in Österreich
- 145.000 Euro in Italien
stehen
- 117.000 Euro in Deutschland
gegenüber.
Auch der Gewinn je Arbeitnehmer
fällt in Deutschland karg aus. Vor Steuern können deutsche
Dienstleister lediglich einen Jahresgewinn von 8.000 Euro je
Beschäftigten erzielen, während in den anderen europäischen
Staaten deutlich höhere Gewinne gemacht werden. So erzielt
ein Arbeitnehmer im Schnitt
- 22.000 Euro in Großbritannien
- 12.000 Euro in Italien
und nur
- --8.000 Euro in Deutschland
Dies bedeutet: Beschäftigte
in den anderen europäischen Ländern arbeiten deutlich
kostengünstiger. Nichts ist es mit der angeblich so hohen
Produktivität in Deutschland.
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