Verbraucher glauben weiter
an den Abschwung
Konsumstimmung in Deutschland
weiter negativ
28.03.03 - - Die aktuelle
GfK-Studie stellt fest, daß die Verbraucher in Deutschland
den ökonomischen und politischen Entwicklungen weiterhin
skeptisch gegenüber. Sie befürchten, durch weiter gehende
Reformen bei Steuern und Sozialabgaben noch weniger im Geldbeutel
zu behalten. Die Hoffnung auf einen baldigen wirtschaftlichen
Aufschwung bleibt ebenfalls gedämpft. Die weiterhin hohe
Arbeitslosigkeit sowie der Beginn des Irak-Kriegs, der nach Ende
der März-Befragung begann und somit noch nicht eingerechnet
ist, können die Stimmung in den nächsten Wochen weiter
trüben.
Konjunkturerwartung: Angst
vor Rezession dämpft die Stimmung
Die Verbraucher in der
Bundesrepublik befürchten, dass ein Rezessionsjahr ins Haus
steht. Die Konjunkturerwartung im März ist wieder leicht
zurückgegangen und verlor 2,7 Punkte gegenüber dem
Vormonat. Damit wurde der Zugewinn des Indikators aus dem Februar
größtenteils kompensiert. Insgesamt befindet sich
die Konjunkturstimmung mit einem Wert von Minus 28 Punkten weiterhin
auf dem Niveau der Rezessionsjahre 1992/93.
Neben der anhaltend hohen
Arbeitslosigkeit, die im März noch einmal anzusteigen droht,
und den ständig nach unten revidierten Wachstumsaussichten
belastet nach wie vor die Auseinandersetzung um den Irak. Es
ist aber nicht auszuschließen, dass die Konjunkturerwartungen
durch die jetzigen Medienberichte zum Irak-Krieg noch einmal
einen Dämpfer erhalten werden. Allerdings dürften die
Rückgänge wohl eher moderat ausfallen, da das Niveau
des Indikators ohnehin bereits sehr niedrig ist.
Einkommenserwartung:
Im Sog der rezessiven Konjunkturstimmung
Die schwache Konjunkturstimmung
bleibt nicht ohne Wirkung auf die Einkommenserwartungen der Verbraucher.
Der Indikator büßte im März 0,5 Punkte ein. Damit
zeigt der Trend weiter nach unten. Mit einem Wert von aktuell
etwa Minus 22 Zählern hat der Indikator allerdings noch
nicht ganz das Rezessionsniveau des Jahres 1993 erreicht.
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