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Verdoppelung des Güterverkehrs
auf der Schiene
31.5.02 - opm - "Wir
wollen die Güterverkehrsleistung auf der Schiene bis 2015
verdoppeln", sagte der Bundesminister für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig anlässlich eines Besuches
bei der Schmitz Cargobull AG am Freitag in Altenberge. Dies sei
das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung angesichts des zu erwartenden
Wachstums im Güterverkehr um mehr als 60 Prozent bis 2015.
Der Anteil der Schiene am Güterverkehrsaufkommen solle von
19,6 Prozent im Jahr 1997 auf 24,3 Prozent im Jahr 2015 steigen.
Die Bundesregierung halte
an den Zielen der Bahnreform fest. "Mehr Verkehr auf die
Schiene bei vertretbaren finanziellen Lasten der Steuerzahler",
betonte Bodewig. Die finanziellen und organisatorischen Weichen
für ein zukunftsfähiges Bahnsystem und einen erfolgreichen
Abschluss der Bahnreform seien gestellt. Wichtige Voraussetzung
für mehr Verkehr auf der Schiene sei eine leistungsfähige
Infrastruktur. So stelle der Bund im Rahmen seines Zukunftsinvestitionsprogramms
zusätzlich gut drei Milliarden Euro im Zeitraum von 2001
bis 2003 für Schienenwegeinvestitionen zur Verfügung.
Insgesamt könne die DB AG in diesem Zeitraum über Bundesmittel
von etwa 13,5 Milliarden Euro - 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro pro
Jahr - verfügen.
Ein wesentliches Verlagerungsinstrument
sei nach Aussage von Bundesminister Bodewig der Kombinierte Verkehr,
der durch ordnungs- und steuerpolitische Maßnahmen wie
auch durch Terminalfinanzierung für private Unternehmen
gefördert werde. Seit 1998 seien 38 Umschlaganlagen des
Kombinierten Verkehrs mit rund 250 Millionen Euro unterstützt
worden.
Abschließend verwies
Bundesminister Bodewig auf die positiven Auswirkungen für
die Schiene durch die Einführung der Lkw-Maut. "Wir
brauchen einen gerechteren Wettbewerb beim Gütertransport.
Diejenigen, die hohe Wegekosten verursachen, sollen auch entsprechend
dafür bezahlen. Deshalb führen wir ab 2003 eine streckenabhängige
Lkw-Maut ein. Sie wird die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn,
die ihre Trassenkosten voll erwirtschaften muss, stärken."
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