Ob sich bei Neuwahlen im September durch eine bürgerliche Regierung wirklich etwas ändert wagen wir zu bezweifeln, da auch die CDU/CSU mehr auf Großunternehmen fixiert sind, die aber Arbeitsplätze abbauen und Löhne reduzieren, also für einen Aufschwung unbeachtlich bzw. eher schädlich sind.

Man kann daher aktuell niemandem guten Gewissens raten in Deutschland zu investieren. Hier sind Unternehmer - zumindestens bei den meisten Behörden - verhasst und es wird ihnen jeder nur denkbare Knüppel zwischen die Beine geworfen. Big Brother mit gläsernen Konten tut sein übriges um Unternehmer zu motivieren Ihre Gelder so weit als möglich im demokratischen Ausland zu verwalten. Münteferings Kapitalismuskritik liegt genau auf dieser Linie. Wen glaubt er damit zu motivieren in Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen und zu investieren? Er bereitet mit diesen Klassenkampfparolen schon einmal das Feld, um wenn bald die Sozialkassen kollabieren, die Neidsteuern (Erbschafts-, Vermögenssteuer etc.) drastisch anheben bzw. wieder einführen zu können. Sollten die bürgerlichen im Herbst gewinnen, so bedeutet das für einige Zeit eine Entspannung der Drohkulisse, doch werden die Sozis auf Sicht auch wieder an die Macht zurückkehren. Wer noch Vermögen in Deutschland hat und dies nicht sehr bald in einen demokratischen Staat transferiert und immobile Vermögenswerte aus dem persönlichen Privatvermögen in (ausländische) Gesellschaften überführt, bei dem dürften für die (Firmen-) Erben wohl nur noch Brosamen übrig bleiben. Solche Verlagerungen machen aber auch für bessere Familien-, Scheidungs- und Erbplanung Sinn. Großbritannien, das in einer ähnlichen Lage war, ist unter Margret Thatcher der Turnaround damals um eine Minute vor 12 noch gelungen. Für Deutschland sehen wir diese Chance nicht. Deutschland ist jetzt das Schlusslicht in Europa und wird es auf lange Sicht, wenn nicht für immer, bleiben. Die meisten lassen sich nur blenden, weil es uns noch auf hohem Niveau schlecht geht. Doch mit Hartz IV haben wir uns endgültig für breite Bevölkerungsschichten davon verabschiedet und immer breitere Kreise auf dem Weg ins Sozailhilfeniveau geschickt. Das wäre prinzipiell nicht schlimm, da man sich schließlich nicht um jedes Einzelschicksal kümmern kann, auch wenn es 7-10 Millionen sind. Aber leider fehlt dadurch Kaufkraft, daraus resultierend Steuereinnahmen und so beschleunigt sich der Weg zum Armenhaus Europas immer stärker. Sie mögen dies als Schwarzmalerei abtun, aber vielleicht treffen Sie doch bei paar Vorkehrungen - für alle Fälle!

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