Die Indikatoren liefern noch keinen Grund zur Euphorie: Gemessen an der Saldenkennziffer (plus 0,3 Prozentpunkte) überwiegt der Anteil an positiven Urteilen nur knapp den Anteil der Negativeinschätzungen. Und die Mehrheit 57,3 Prozent spricht lediglich von einer befriedigenden oder ausreichenden Geschäftslage.

Tab. 1: Geschäftslage im Handwerk
   Deutschland  West  Ost
 sehr gut  2,5 ( 1,6)  2,4 ( 1,6)  2,7 ( 1,7)
 gut  18,7 (14,2)  18,8 (14,2)  18,2 (14,3)
 befriedigend  32,6 (27,0)  31,3 (26,7)  36,0 (27,7)
 ausreichend  24,7 (26,2)  27,3 (27,8)  18,0 (21,7)
 mangelhaft  18,2 (24,8)  16,9 (24,1)  21,6 (26,8)
 ungenügend  2,7 ( 4,6)  2,5 ( 3,8)  3,2 ( 6,6)

Angaben in % der Befragten, Rest o. A., ( ) = Vorjahresangaben

In Westdeutschland fällt die Geschäftslage etwas besser aus als im Osten: In den alten Ländern bezeichnen 21,2 Prozent der Betriebe sie als gut bzw. sehr gut, in den neuen Ländern sind es 20,9 Prozent. Deutlich schlechter (mangelhaft/ ungenügend: 24,8 Prozent) bewerten die Betriebe die Situation im Osten; im Westen sind es 19,4 Prozent. In den neuen Bundesländern gehen die Handwerker – gemessen an der Differenz der positiven und negativen Antworten – mehrheitlich von einer schlechten Geschäftslage aus (minus 3,9 Prozentpunkte), im Westen hingegen von einer guten (1,8 Prozentpunkte). Der Sechsjahresvergleich deutet eine Trendwende an: Seit 2001 wird aktuell wieder ein positiver Saldo zwischen guten und schlechten Antworten zur Geschäftslage erreicht, jedoch ist der Vorsprung mit plus 0,3 Prozentpunkten hauchdünn. Zum Vergleich: Im
Frühjahr 2000 betrug die Saldenkennziffer plus 15,1 Prozentpunkte. Zur Erreichung alter Hochstände (2000: sehr gut/ gut: 33,5 Prozent) muss sich die Einschätzung der Geschäftslage noch wesentlich verbessern.
Von einer Trendwende in der deutschen Handwerkskonjunktur
kann noch nicht gesprochen werden, allenfalls von ersten Erholungstendenzen. Die Konjunkturumfrage des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) bestätigt: Obwohl sich im dritten Quartal 2003 die Anzeichen einer möglichen Stabilisierung der Handwerkskonjunktur verdichtet haben, sei es zu früh um von einer konjunkturellen Trendwende zu sprechen: