Wirtschaftslage in neuen
Ländern besser als ihr Ruf
Wirtschftlichen Entwicklung
lt. KfW-Studie seit 1990 positiv
uvn - 06.09.04 - - Die
Wirtschaft entwickelt sich in den ostdeutschen Ländern besser
als allgemein angenommen. Von 1992 bis 2003 stieg das ostdeutsche
reale BIP jährlich um 3,3 % und damit deutlich schneller
als das westdeutsche, das in diesem Zeitraum nur um 1,0 % wuchs.
Dies ergibt eine Untersuchung der KfW Bankengruppe zur "Wirtschaftlage
in den neuen Ländern - Erfolge seit 1990".
Allerdings, so die Studie,
gibt es in den ostdeutschen Ländern einen deutlichen Bruch
in der Entwicklung der vergangenen elf
Jahre: Während bis zur ersten Hälfte der 90er Jahre
das ostdeutsche BIP um durchschnittlich 7,9 % stieg, sackte das
Wachstumstempo von 1996 bis 2003 auf magere 1,0 % ab. Ursache
dieser Entwicklung sind die schweren und langwierigen Strukturprobleme
im Baubereich. Gab es nach der Wende zunächst einen außergewöhnlichen
Bau-Boom in den neuen Ländern, wurden diese Investitionen
seit 1996 kontinuierlich zurückgefahren und belasten das
ostdeutsche Wachstumsergebnis seitdem stark.
Lässt man die Bauinvestitionen
einmal außen vor, ergibt sich seit
1996 ein weitaus stabileres und positiveres Bild der ostdeutschen
wirtschaftlichen Entwicklung. Bereinigt um diese Verzerrungen
beläuft sich das Realwachstum in den ostdeutschen Ländern
dann sogar auf 3,9 % (Westdeutschland 1,6%).
Insbesondere ist das verarbeitende
Gewerbe, das von Jahr zu Jahr seinen Anteil an der Bruttowertschöpfung
steigert, eine Erfolgsgeschichte. Allein im laufenden Jahr wird
mit einem Anstieg der Investitionstätigkeit in diesem Sektor
um 9 % gerechnet. Gleichzeitig dokumentieren die dynamisch wachsenden
Exporterlöse die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Länder.
Laut der Untersuchung ist
zu erwarten, dass, sobald die notwendige Strukturbereinigung
im Bau beendet ist, die neuen Länder spürbare Wachstumsvorsprünge
erzielen dürften. Die 500.000 mittelständischen Unternehmen,
die sich mittlerweile in den ostdeutschen Ländern etabliert
haben, sind dafür eine gute Basis.
Die Untersuchung finden
Sie hier als Download....
 |