Hermes-Deckung:
Jetzt kommt es auf die Praxis an!
[06.04.2001 - ots] Die deutsche Industrie
(BDI) begrüßt die zwischen den Regierungsfraktionen
und den Ressorts erzielte Einigung in der Diskussion um die Hermes-
Bürgschaften.
Der gefundene Kompromiss mache prinzipiell ein Verfahren möglich,
das den Forderungen aus den Regierungsfraktionen nach mehr Transparenz
gerecht werde und gleichzeitig die Unternehmen in ihren legitimen
Geheimhaltungsinteressen nicht beeinträchtige. Bezüglich
der Berücksichtigung von Umweltstandards sei mit der Beibehaltung
des Prinzips der Einzelfallprüfung ein Weg gefunden worden,
bei dem die deutsche Industrie ihre hohe Umweltkompetenz einbringen
könne, ohne dabei unrealistische Anforderungen erfüllen
zu müssen.
Allerdings eröffne der Kompromiss auch weite Spielräume
für die im Interministeriellen Ausschuss (IMA) vertretenen
Ressorts und die beteiligten Parlamentarier. Hier komme es jetzt
auf eine verantwortungsbewusste Handhabung in der Praxis an:
"Nur wenn Hermes, der IMA und die befassten Parlamentarier
in allen Fällen zur raschen Bearbeitung der Anträge
kommen, ist die von uns befürchtete Überfrachtung von
Hermes mit ungefilterten politischen Forderungen in der Praxis
wirklich vermeidbar", so v. Wartenberg. Nur dann bleibe
Hermes ein Instrument der Außenwirtschafts- förderung,
das von den Unternehmen als wichtige Stütze des Exportgeschäfts
angenommen werden könne.
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