Der Bedarf ist da. Die Unternehmer können aber nicht einstellen, da sie Zeitverträge scheuen, die ja auch nicht im Interesse des Arbeitnehmers sind. Gerade der mittelständische Unternehmen will Mitarbeiter langfristig einstellen, aber mit der Option, wenn sich die Konjunktur dreht, auch die Mitarbeiter entlassen zu dürfen, die er nicht mehr braucht und nicht über soziale Kriterien etc. die Mitarbeiter behalten zu müssen, die dann das Gesamtunternehmen in die Pleite treiben. Wiso (ZDF) schilderte hier den unschönen Fall eines Unternehmens das alle neun Arbeitnehmer entlassen und den Betrieb schliessen musste, obwohl einige Mitarbeiter hätten weiterarbeiten können. Die sozialen Kriterien liessen ihm aber nicht die freie Auswahl und so musste er halt alle entlassen. Die anderen Mitarbeiter hätten sonst das Recht gehabt vor dem Arbeitsgericht zu klagen, was langwierig und teuer ist und warum soll sich das jemand ans Bein binden? Das wird in der Praxis niemand tun und so sind alle arbeitslos. Sehr soziale Kriterien, in der Tat. Es wird hier Zeit, dass sich der Gesetzgeber an der Wirklichkeit und nicht an Wunschträumen im Wolkenkuckucksheim orientiert.

Die Lage am Arbeitsmarkt, die die Regierung bisher nicht weiter interessiert hat (Politik der ruhigen Hand) kann nur gedreht werden, wenn der Mittelstand von bürokratischen und schikanösen Behinderungen befreit wird. Dann sind innerhalb von zwei Jahren mindestens 2 Millionen neue Arbeitsplätze möglich. Will der Bundeskanzler das? Offensichtlich und bedauerlicherweise nein.

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