E-Business - Schlüssige
Strategien fehlen
Chancen durch flexible Servicekonzepte
3.05.03 - pte --Für
die Flaute auf dem ITK-Markt ist nicht nur die schwache Nachfrage
und die Börsensituation verantwortlich. "Gerade für
das E-Business und die Telekommunikation fehlen nicht selten
neue Dienste, schlüssige Konzepte und klare Marketingstrategien",
kritisiert Ralf Sürtenich, Geschäftsführer der
Düsseldorfer Unternehmensberatung insieme
business GmbH. Die
Branche sei an vielen Stellen techniklastig und glaube häufig
immer noch, allein mit dem Angebot von hohen Bandbreiten und
niedrigen Preisen pro Minute oder Megabyte Erfolge zu erzielen.
Die Lösung liege darin zu erkennen, dass man nur dort einen
Massenmarkt erreichen kann, wo man dem Kunden einen neuen und
überzeugenden Nutzen bietet, betont Sürtenich.
Im vergangenen Jahr hat
es in Deutschland in der TK- und IT-Branche eine weitgehende
Stagnation der Umsätze gegeben bei gleichzeitigem Rückgang
der Anzahl der Unternehmen und der Beschäftigten. Der reine
Markt der Telekommunikationsdienste, wie er von der Regulierungsbehörde
betrachtet wird, ist mit 61 Mrd. Euro im Jahr 2002 gegenüber
dem Vorjahr mit 59,1 Mrd. Euro nur noch minimal gestiegen. Die
Zahl der Beschäftigten reduzierte sich in diesem Marktsegment
um rund fünf Prozent. Spart man die Deutsche Telekom aus,
fällt dieser Wert mit 19 Prozent sogar noch drastischer
aus. In der IT-Branche ist ein Rückgang von etwa vier Prozent
der Beschäftigten zu verzeichnen. Der Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) rechnet auch in diesem
Jahr nur mit einer schwarzen Null.
Die allgemeine Stagnation
der deutschen Wirtschaft hat nach einer Marktanalyse der insieme
business GmbH auch bei Anbietern von Call- und Contact Centern
zu einer Abschwächung des aktuellen Bedarfs geführt,
der zudem noch mit deutlichem Preisverfall für die Dienstleistungen
gekoppelt ist. Call Center, die ausschließlich auf Massenprodukte
und Billigangebote setzen, werden von der aktuellen Wirtschaftkrise
besonders hart getroffen.Chancen für das Neugeschäft
sieht Sürtenich in erster Linie im Service-Bereich, in schnelleren
und flexibleren Service-Konzepten. Dieses Geschäft werde
auf Kosten etablierter Serviceleistungen und deren Anbieter gehen,
die unter dem Zwang zur Konsolidierung und zur Kostenreduktion
sogar Flexibilität verlieren, statt sie aufzubauen. Grundsätzlich
bestehen in dieser Situation nach Einschätzung von insieme
gute Chancen für Call und Contact Center-Unternehmen, wenn
sie in der Lage sind, komplette Dienste mit allen Prozessen abzubilden
und dabei auch über die Economy of Scales Kostenvorteile
wahrnehmen können.
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