Einkäufer unzufrieden
mit Lieferanten-Websites
Studie zur Bewertung deutscher MRO-Lieferanten
16.01.03 -- Wer sucht
die Internetseite eines Lieferanten auf? Natürlich Einkäufer!
Und natürlich sind deutsche Lieferanten-Websites auf diese
Zielgruppe abgestimmt könnte man meinen. Die aktuelle
Kurzstudie E-Procurement-Lieferanten im Internet
zeichnet ein anderes Bild. Obwohl das Internet eine wichtige
Anlaufstelle für den Einkauf ist, werden sowohl grundlegende
Konzeptionsregeln, als auch spezielle Dienste rund um die elektronische
Beschaffung stark vernachlässigt.
Insgesamt wurden 320 Einkäufer deutscher Unternehmen für
die Untersuchung ausgewählt. Alle befragten Unternehmen
betreiben bereits ein Projekt im Rahmen der elektronischen Beschaffung.
Das Ergebnis zeigt, dass der Einkauf regelmäßig Lieferanten-
Websites besucht, vor allem wenn ein enger Geschäftskontakt
besteht.
Diese Chance, den Kunden intensiv über das Leistungsspektrum
und Entwicklungen im eigenen Haus zu informieren, nehmen jedoch
nur wenige Zuliefer-Firmen wahr. So geben über 60% der Befragten
an, die gebotenen Informationen seien mangelhaft oder sogar unbrauchbar.
Eine Übersicht der Ansprechpartner sei in den wenigsten
Fällen vorhanden, eine oft unübersichtliche Seitenstruktur
lässt die Suche nach Information zur Tortur werden. Der
verwendete Sprachstil wurde von den Studienteilnehmern dagegen
positiv bewertet. Der Inhalt ist leicht zu verstehen, vor allem
da weitgehend auf unnötige Fremdworte und Anglizismen verzichtet
wird.
Wir konnten eine Rücklaufquote von nahezu 18% der
versendeten Fragebögen verzeichnen. Dieser hohe Wert zeigt,
dass wir auf Seiten des Einkaufs offene Türen eingerannt
haben., erklärt der Leiter des Studienprojektes, Heiko
Laug. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Lieferanten das
Internet noch nicht als einen wichtigen Informations- und Kundenbindungskanal
erkannt haben. Für den Einkauf gehört der Umgang mit
Webseiten und Online-Angeboten allerdings schon längst zum
Tagesgeschäft.
Die Internetseiten wurden grundsätzlich von drei Seiten
beleuchtet:
1. Wird das Internet vom
Einkauf überhaupt genutzt?
2. Sind alle wichtigen
Informationen vorhanden? Werden diese verständlich präsentiert?
3. In welcher Form wird
das Leistungsspektrum im Rahmen von E-Procurement umworben?
Die Kurzstudie ist hier
kostenlos erhältlich
- Menüpunkt Download-Box.
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