Kostenpflichtige Webangebote
setzen sich durch
Paid-Content-Studie: 2005 Umsatzvolumen von 127 Mio. Euro
pte - 13. Dez 02 - Kostenpflichtige Online-Angebote
setzen sich immer mehr durch: Die Akzeptanz von Paid Content
steigt sowohl bei den Internet-Nutzern als auch bei den Content-Anbietern.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Paid-Content-Studie, die der Verband
Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gemeinsam mit dem Management- und Technologie-Consulter
Sapient durchgeführt
hat. Derzeit macht die Hälfte aller Paid-Content-Anbieter
pro Quartal Umsätze von nicht mehr als 10.000 Euro, ein
knappes Drittel kommt auf bis zu 100.000 Euro pro Quartal. Allerdings
sind die Umsätze aus bezahlten Webangeboten in den ersten
drei Quartalen 2002 um 30 Prozent gewachsen. Für 2005 erwartet
die Studie in Deutschland für kostenpflichtige Online-Angebote
einen Markt von insgesamt 127 Mio. Euro. Die Mehrheit der Internet-
Nutzer ist laut Studie bereit für Inhalte im Web in ihre
Geldtasche zu greifen.
Die größte Zahlungsbereitschaft
der User herrscht laut Studie bei Online-Banking bzw. Brokerage,
bei Datenbanken und Archiven, bei Finanz- und Wirtschaftsinformationen
sowie bei Software- Downloads. Von Seite der Anbieter kostenpflichtiger
Inhalte und Services ist vor allem in den Bereichen Datenbanken,
Archiv und Software-Downloads eine Ausweitung des Angebots geplant
(bei über 80 Prozent der untersuchten Websites). Auch beim
Download von Videos und Games, beim SMS-Versand, bei Streaming
Audio bzw. Video und Beratungsservices werden (von über
60 Prozent der Websites) verstärkt Angebote in Erwägung
gezogen. In manchen Bereichen unterschätzen die Anbieter
sogar die Zahlungsbereit- schaft der User, beispielsweise bei
Reiseinformationen, Gesundheit und Kultur. Kostenpflichtige Newsletter
werden hingegen überschätzt. Die Zufriedenheit jener,
die bereits Paid-Content- Angebote nutzen, ist sehr groß.
Beinahe 74 Prozent würden das gekaufte Angebot wieder kaufen.
Die Umsätze im Internet
werden sich laut Studie der Aufteilung im klassischen Printbereich
annähern, wo etwa zwei Drittel der Umsätze mit Werbung,
der Rest mit bezahlten Diensten erwirtschaftet werden. Zurzeit
macht Paid Content nur rund fünf Prozent der Umsätze
im Web aus. Als Erfolgsfaktoren für kostenpflichtige Angebote
im Internet nennt die Studie Wertigkeit (Qualität, Aktualität,
Preis, etc.), Nutzerfreundlichkeit und relative Exklusivität.
Für die Analyse wurden 15 Content-Anbieter und über
11.000 Internet-Nutzer befragt. Zudem wurden 38 Websites untersucht,
darunter Online-Angebote von T-Online, AOL, MSN, Yahoo, Kirch
Intermedia, Playboy Deutschland und diverser Verlagshäuser.
Die Studie wird im Januar 2003 in Buchform veröffentlicht.
 |