Mittelstandsportal - e-Commerce

Überlebensfrage:
Medien müssen Inhalte künftig verkaufen

Studie zu Content-Syndication im Internet vorgestellt

(pte, 22. 8. 2001) - Inhalte werden im Internet zunehmend als gewinnbringende Ware gehandelt. Doch bis auf wenige Ausnahmen ist es Medienunternehmen sechs Jahre nach dem Start der ersten Websites bislang nicht gelungen, ihre Internet-Aktivitäten auf eine tragfähige Erlösbasis zu stellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung "Content Syndication – wie das Internet die Wertschöpfung der Medien verändert" von PricewaterhouseCoopers.

Abnehmer von mit hohen Kosten erstellten Inhalten sind in zunehmendem Maße Unternehmen, die ihre Internetseiten mit attraktiven Inhalten verbessern wollen. Bei Content Syndication geht es um Handel zwischen Unternehmen (B2B). Medienunternehmen, die sich an diesem Geschäftsmodell nicht
beteiligen, werden in Zukunft empfindliche Umsatzerlöse verzeichnen.

"Maximale Erlöse lassen sich durch individuell auf die Kunden angepasste Lösungen erzielen. Solche Angebote erfordern allerdings einen enormen Beratungsaufwand", erläuterte Bertold Heil, Medienexperte bei PricewaterhouseCoopers.

Große Verlage, Hörfunk- und Fernsehunternehmen nutzen das Internet als Vertriebskanal für den exklusiven Verkauf ihrer Inhalte. Die Abnehmer der Inhalte sind vor allem Internetportale und Online-Dienste sowie traditionelle Großunternehmen. Content Broker übernehmen das Massengeschäft mit mittel- und geringwertigen Inhalten. Sie erwerben Inhalte von Produzenten, standardisieren die Informationsformate und vermitteln diese gegen Provision an Abnehmer. Multimedia-Agenturen verändern die Inhalte entsprechend der Wünsche ihrer Kunden und stellen maßgeschneiderte Lösungen her.

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