Zahlungsbereitsschaft für
Paid Content wächst
Klassische Bezahlverfahren beliebter als Micropayment-Systeme
Die Zahlungsbereitschaft
für Paid Content ist vergleichbar hoch wie die für
Paid Services, diese scheinen bei den Usern Wegbereiter für
Paid Content zu sein. Dies ergibt eine Studie über die Preissetzung
von kostenpflichtigen Web-Inhalten, die vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), von der Management- und Technologieberatung
Sapient und dem Seminar für Empirische Forschung und Unternehmensplanung
(EFOplan) der Universität München durchgeführt
wurde. Demnach haben 39,6 Prozent der befragten Nutzer kostenpflichtiger
Angebote schon einmal für SMS-Versand bezahlt. Handy-Downloads
wurden von 28,7 Prozent der Befragten gezahlt. Als Paid Content
Formate werden Spiele (24,2 Prozent) und Testberichte (20,6 Prozent)
ähnlich oft eingekauft. Bei den meisten Paid Content Angeboten
ist die Zahlungserfahrung aber noch relativ gering (zehn Prozent
und darunter).
Die Akzeptanz von Paid
Content ist bei Nutzern kostenfreier Angebote nur unwesentlich
geringer als bei Nutzern kostenpflichtiger Angebote. Insgesamt
wären die Nutzer bereit, besonders für Breitband-Content
wie Musik, Videos und Spiele zu zahlen. Nutzer sind der Studie
zufolge bereit, für Pay-per-Use- Angebote mit publizistischen
Inhalten Preise von durchschnittlich 0,29 Euro zu zahlen, bei
reinen Nachrichten sogar bis zu 1,0 Euro. Für andere Inhalte
wie Wetterinformation, Comedy und Entertainment oder Reiseinformationen
würden User durchschnittlich 0,61 Euro zahlen. Für
Abonnements von publizistischen Inhalten sind Nutzer bereit,
Preise von durchschnittlich 1,11 Euro monatlich zu zahlen, für
reine Nachrichten bis zu vier Euro je Monat.
Die Studie ergab weiters,
dass die Zahlungsbereitschaft der Nutzer erheblich von ihrer
Zufriedenheit mit dem Angebot abhängig ist. Im Durchschnitt
ist die Zahlungsbereitschaft deckungsgleich mit der Preissetzung
der Content-Anbieter. Bei der Bezahlung überwiegt die Nutzung
klassischer Bezahlverfahren gegenüber neuer Micropayment-Systeme
wie T-Pay oder Firstgate. Traditionelle Payment-Verfahren wie
Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte sind allgemein bekannt
und akzeptiert, ihre Handhabung ermöglicht dem Nutzer eine
problemlose Art der Bezahlung, ohne neue Technologien verstehen
zu müssen.
Für die Studie wurden
14.973 Nutzer und zwölf Content-Anbieter mit 32 Websites
befragt.
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