Spam-Flut untergräbt
E-Mail Nutzung
Elektronische Post seltener
genutzt - Vertrauen nimmt ab
pte - 24.10.03 - - In den
USA werden aufgrund von Spam-Mails immer weniger persönliche
E-Mails geschrieben. Wie das Pew Internet
and American Life Project in
einer Befragung herausgefunden hat, sind 25 Prozent der Befragten
der Überschwemmung durch Junk-Mails so überdrüssig,
dass sie E-Mail-Dienste für den eigenen Schriftwechsel seltener
nutzen. Über die Hälfte hat angegeben, dass durch Spam
ihr Vertrauen in Mails im Allgemeinen abgenommen hat.
Für die E-Mail-Unlust
haben die Befragten mehrere Gründe. Sie befürchten
beispielsweise, dass durch Spam-Filter wichtige Mails abhanden
kommen oder dass Nachrichten von Freunden oder Kollegen zwischen
den Spam-Mails übersehen werden. "Unsere Befragungs-Daten
deuten darauf hin, dass Spam die Integrität von E-Mails
zunehmend untergräbt", sagte Projektleiterin Deborah
Fallows von Pew Internet. 75 Prozent der Befragen ärgern
sich, dass sie der Spam-Flut mehr oder weniger hilflos gegenüber
stehen und bis zu 80 Prozent empören sich über irreführende
oder obszöne Inhalte. Frauen fühlen sich von Spam häufiger
belästigt als Männer. Junge Leute sehen Spam seltener
als Problem an als ältere, da Spam in ihren Augen einfach
zum Internet dazugehört.
Das Spam-Problem tritt
laut der Studie besonders massiv in privaten Mail-Accounts auf.
Berufliche Accounts sind meist in ein System von Spam-Filtern
eingebunden und besser vor Junk-Mails geschützt. Daneben
können die Forscher belegen, dass die meisten E-Mail-Benutzer
eigene Strategien zur Spam-Vermeidung entwickeln. Fast drei Viertel
der Teilnehmer hüten ihre Mail-Adressen und geben sie selten
heraus. Sehr populär ist auch das simple Löschen der
unerwünschten Post.
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