Trendwende - Virenschreiber
werden kriminell
Jetzt Suche nach Konto-
und Kreditkarteninfos im Vordergrund
(28.11.03 - pte) - - In
seinem Security-Report stellt der Managed-Service-Provider MessageLabs eine Trendwende in der Motivation
der Virenschreiber fest. Das Streben nach "Ruhm und Ehre"
weicht nach und nach betrügerischen Absichten. Wie jüngst
im Fall von "Mimail.I" und "Mimail.J" zielen
diese meist darauf ab, Kontoinformationen oder ähnliches
"Gewinnbringendes" zu erhalten. Spitzenreiter in den
Viren-Top-Ten ist allerdings unverändert "Swen.A".
"Mimail.J" ist
einer der ersten Vertreter eines Besorgnis erregenden Trends
in der Virenschreiber-Community. Bislang wurden Viren in erster
Linie von jungen männlichen Erwachsenen geschrieben. Die
Beweggründe waren entweder bösartige Absichten oder
der Wunsch unter den Virenschreibern berühmt zu werden.
Die aktuelle Variante des Mimail-Wurms dagegen zielt klar auf
veritablen Betrug, wobei der finanzielle Vorteil durch betrügerische
Absichten das primäre Ziel ist. Als generelle Regel sollten
solche verdächtige E-Mails daher unbedingt ignoriert werden,
denn seriöse Finanzdienstleister kontaktieren ihre Kunden
auf anderem Weg.
"Die Denkweise der
Virenautoren hat sich verändert. Wo bislang Störung
Motivation genug war, sehen wir nun eine neue Art von cyber-kriminellen
Absichten, um in den eigenen Geldbeutel zu wirtschaften",
so MessageLabs-CEO Mark Sunner.
Im Bereich Viren lässt
sich allgemein eine im Vergleich zum Vormonat steigende Tendenz
verzeichnen. Die Oktober-Quote betrug ein Virus in 102,7 Mails,
im November kommt eine infizierte Nachricht auf 97,2 "saubere".
Der Spam-Anteil stieg von 50,5 auf 55,1 Prozent, so dass MessageLabs
im Monat November pro Sekunde im Schnitt 59 Müll-Mails abfangen
konnte.
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