Und täglich grüßt
der Wurm
Neben aktuellen
Virenscannern sind Firewalls
und "Köpfchen" im Umgang mit E-Mails von Nöten.
(02.02.04
- opm) - - Fast täglich
rauben immer neue Cyberschädlinge etlichen Computernutzern
den letzten Nerv und machen sie zu Wurm-Schleudern. Manche der
Schadprogramme installieren aber zudem eine Hintertür auf
dem infizierten Rechner. Diese eröffnet Hackern eine Menge
Möglichkeiten: von der Fernsteuerung des Computers über
das Einschleusen von Schadprogrammen bis hin zum Ausspionieren
von Kennwörtern oder Kreditkartennummern ist alles machbar.
Um den Computer vor immer neuen digitalen Bedrohungen zu schützen,
ist mittlerweile mehr gefragt, als die Installation eines Virenscanners.
Netsky, Mydoom, Beagle und Co haben sich mittlerweile als Stammgäste
im Internet eingefunden: Zur Zeit kursieren über 66.000
Cyberschädlinge, jede Woche werden zwischen 60 und 100 neue
entdeckt. Nicht alle sind so "harmlos" wie Netsky,
der sich lediglich auf das Versenden an alle E-Mail-Adressen,
die er im infizierten Rechner findet, beschränkt. Viele
der digitalen Plagegeister vereinen gleich mehrere Mechanismen.
So kann ein Wurm ein Trojanisches Pferd mit sich führen,
das im infizierten Rechner eine Hintertür für weitere
Schadprogramme öffnet oder Hackern die Möglichkeit
gibt, den Rechner zu "kapern", um diesen fernzusteuern
oder Daten auszuschnüffeln.
Elektronischer
Pförtner verhindert Zugriff
Mancher wird sich jetzt
fragen, warum Hacker gerade an seinem Rechner Interesse haben
sollten. "Vornehmliches Ziel von Hackern ist oftmals, über
die installierten Hintertüren die Rechnerleistung vieler
fremder Computer zu nutzen", erklärt Olaf Lindner,
Experte beim IT-Sicherheitsunternehmen Symantec. "Der Computer
wird dann zum sogenannten Proxy, von dem aus zum Beispiel Spam-Mails
verschickt werden." Der PC-Besitzer wird so plötzlich
zum Anbieter von Pornobilden oder Raubkopien. Die eigentlichen
Verursacher aber bleiben anonym: Wird der Ursprung der Massenmails
verfolgt, landen die Fahnder nur auf dem Proxy des ahnungslosen
PC-Besitzers. Der Sicherheitsexperte rät daher: "Computernutzer
sollten neben einem aktuellen Virenschutzprogramm immer auch
eine Firewall installieren. Eine Firewall unterbindet den Zugriff
Dritter auf den Rechner und verhindert so, dass sensible Daten
ausspioniert werden können oder der Computer als Proxy missbraucht
wird."
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